Als Gründer hat man am Anfang oft keine Ahnung, wie die Venture-Capital-Branche funktioniert und was ihre Erwartungen an ein Portfoliounternehmen sind. Viele denken, dass sie “kostenloses” Geld sammeln, um in Wachstum zu investieren und dann wieder profitabel zu sein. Doch VC Investments kommen mit vielen Erwartungen und Erfolgsdruck.
Lasst uns anschauen, wie Profitabel ein VC Investment Fonds arbeiten muss:
VCs nehmen Geld von sogenannten LPs (Limited Partners) auf. Diese LPs können große Privatinvestoren oder Unternehmen sein. LPs erwarten sich einen 3x return auf ihr Investment in den VC Fonds in 7-10 Jahren.
VCs berechnen zwei Gebühren von den LPs, um dieses Geld zu investieren:
- Eine jährliche Managementgebühr von 2%.
- Eine Erfolgsgebühr von 20% auf die Gewinne (die den investierten Betrag übersteigen).
Stell dir nun vor, der VC investiert in eine gewisse Anzahl von Startups. Viele Startups davon scheitern irgendwann. Einige könnten einen 1x-, 2x- oder 3x-Return bringen. Aber das reicht nicht aus, um alle Verluste zu decken.
Deshalb müssen sich im Portfolio Ausreißer befinden – Unternehmen, die einen 10x-, 50x- oder sogar 100x-Return bringen. Diese Unternehmen decken nicht nur die Verluste, sondern treiben auch die Renditen des gesamten Fonds an (weil die LPs das sehen wollen).
Was bedeutet das für dich als Gründer?
VCs werden immer dazu drängen, groß zu denken und ihr „Ausreißer-Erfolg“ zu werden. Ein stetiges, profitables Lifestyle-Business zu führen, ist nicht ihr Geschäftsmodell. Konkret heißt das, du benötigst 100 Millionen Euro oder mehr an jährlichem Umsatz in 7-10 Jahren. Bei einem angenommenen 10-fachen Multiplikator bei der Exit-Bewertung musst du einen jährlichen Umsatz von über 100 Millionen Euro erreichen, um eine Bewertung von 1 Milliarde Euro zu erreichen.
Das solltest du als Gründer berücksichtigen
